Moderne Väter füttern nicht
Vom Stillhindernis zum aktiven Vater

„Papa ist die erste Person, die dem Baby verdeutlicht, dass Nahrung nicht immer deckungsgleich mit Liebe ist!“
Paula Yount

Stillförderung – bei diesem Wort denken wir am ehesten an die Vermittlung von Wissen über das Stillen an Mütter, und zwar von professionellen oder ehrenamtlich tätigen Dritten außerhalb der Familie. Geburtsvorbereitungskurse, Stillgruppen, Bücher, Stillaufklärung durch Hebammen oder den gut informierten Arzt im Krankenhaus – all diese Angebote bieten Müttern Informationen über die Bedeutung der Muttermilchernährung, und das ist ja auch dringend notwendig in einem Land, in dem es wie in allen Industrienationen keine schiere wirtschaftliche Notwendigkeit zum Stillen gibt und damit auch keine echte Stilltradition. Aber erfüllt diese Art von wissensorientierter, an die Mütter gerichtete Stillförderung auch ihren Zweck?

Diverse Studien (1) belegen: Zwar wird allgemein vom Nutzen solcher Stillwerbung durch Dritte ausgegangen – tatsächlich scheinen die meisten Mütter ihre Entscheidung zu stillen aber nicht von einem Gespräch mit Arzt oder Hebamme abhängig zu machen, sondern von der Einstellung anderer, ihnen nahestehender Personen, in den meisten Fällen vom Vater. Das gilt nicht nur für den grundsätzlichen Entschluss zum Stillen. Auch die Stilldauer, die allgemeine Zufriedenheit mit der Rolle als stillende Mutter, sogar der Stillerfolg selbst kann direkt auf die Haltung des Vaters gegenüber dem Stillen zurückgeführt werden.

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7. Väter und Stillen

Viele Studien belegen die Bedeutung des Vaters für den Stillerfolg oder -misserfolg. Bei einer Untersuchung des Stillverhaltens in Bayern z. B. wurde neben anderem auch die Einstellung des Vaters erfragt. War seine Einstellung zum Stillen negativ, betrug das Risiko, dass die Mutter nicht stillte, fast das 22fache gegenüber dem Risiko einer Frau, deren Partner dem Stillen positiv gegenüber stand. Auch auf die Stilldauer hatte er Einfluss.

Die größten Risikofaktoren für Zufüttern und Abstillen vor vier Monaten nach der Geburt waren zunächst das Auftreten von Stillproblemen, dann das Rauchen, geringe Schulbildung, Alter der Mutter unter 25 Jahren – und als fünftes eine ablehnende Haltung des Vaters: Hier war das Risiko, dass die Mutter nach vier Monaten nicht mehr voll stillte, um den Faktor 2,36 erhöht (2). Und umgekehrt: Bei einer Untersuchung der Frage, woher stillende Mütter Unterstützung bekommen, spielten die Väter in der Dimension Ermutigung / Entscheidungen / Vertrauen eine herausragende Rolle (zitiert nach (1)).

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