Stellungnahme zum Gesetzentwurf zur Neuregelung des Mutterschutzrechts

 

Am 24.07.2016 wurde ergänzend eine Online-Petition an den deutschen Bundestag gestartet, um das Thema auf politischer Basis voranzutreiben. Die Petition ist unter  https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2016/_07/_24/Petition_66923.nc.html zu erreichen. Die Zeichnungsfrist endet am 08.09.2016.

Kürzlich wurde der Entwurf des neuen Mutterschutzgesetzes vorgestellt (1).

Dieser beinhaltet unter anderem eine Beschränkung des bislang zeitlich nicht begrenzten Anspruchs auf Stillpausen auf die ersten 12 Monate - mit folgender Begründung:

Spätestens wenn das Kind 12 Monate alt ist, ist das Stillen des Kindes weder aus ernährungsphysiologischer Sicht noch immunologischer Sicht notwendig.

Für diese Behauptung gibt es keinerlei uns bekannte Evidenz.

Wir möchten darauf hinweisen, dass keine der deutschen Fachorganisationen das Abstillen mit einem Jahr empfiehlt, die WHO das Stillen bis zum Alter von zwei Jahren und darüber hinaus empfiehlt, und daher ein entsprechend langer Schutz des Stillens dem Gesetz zugrunde liegen sollte.

Die geplante Beschneidung des Schutzes für stillende Mütter und ihre Kinder ist bedenklich.

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Stellungnahme zum Thema „Optimaler Zeitpunkt der Beikosteinführung“

Die offizielle Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation lautet: sechs Monate ausschließliches Stillen, und daran anschließend, mit geeigneter Beikost, bis zum Alter von zwei Jahren und darüber hinaus, weiter zu stillen (15). Diese Empfehlung wird in Deutschland nur sehr halbherzig umgesetzt. Weniger als 20 % der Säuglinge werden mit sechs Monaten noch ausschließlich gestillt (Berlin: 16,7, Bayern 21,4.). Fast die Hälfte der Säuglinge sind in diesem Alter schon komplett abgestillt (Berlin: 43%, Bayern 48,6%) (4).

In letzter Zeit wird von einigen Seiten zunehmend darauf gedrängt, die Altersangabe in der Empfehlung zur Beikosteinführungvon sechs Monaten auf vier bis sechs Monate abzuändern. Als Begründung für diese Änderung wird ein möglicherweise verringertes Risiko für die Entstehung von Allergien und Zöliakie bei frühzeitigerer Beikosteinführung angegeben (3,11, 16). Für die Manifestation von Allergien sind andere Faktoren wesentlich bedeutsamer als der Zeitpunkt der Beikosteinführung, z.B. Genetik, prä- und postnatale Keimberührung einschließlich Darmflora und umweltbedingte chemische Belastungen (8-10 u.a.). Die Empfehlung, sechs Monate ausschließlich zu stillen, berücksichtigt nicht nur die Prävalenz von Allergien, sondern die gesamte Entwicklung des Kindes.

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Stillen bis der Schulbus kommt

 

Gemeinsame Stellungnahme zu einer Sendung des WDR

27. Juli 2011
Sehr geehrte Frau Piel, sehr geehrte Frau Greindl, sehr geehrte Redaktionsmitglieder,

wir, die Vertreterinnen der Mitgliedsorganisationen des Runden Tisches zur Stillförderung in Deutschland, nehmen Bezug auf den Beitrag des WDR vom 30.06.2011 in der Reihe „Menschen hautnah - Stillen bis der Schulbus kommt“.

Als Zusammenschluss von Stillorganisationen begrüßen wir es sehr, dass Sie das gesellschaftliche Randthema Kleinkindstillen in der Sendereihe „Menschen hautnah“ näher beleuchtet haben. Über die Umsetzung des Themas sind wir leider sehr enttäuscht und möchten dies in diesem Schreiben zum Ausdruck bringen.

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Stillberatung

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A2 und A3 Gesprächsführung und Telefonberatung (Deggendorf)
Fr Feb 10, 2017 @18:00 -
Gesamtvorstandssitzung (Köln)
So Feb 12, 2017 @09:30 - 17:00
A1 Eigene Stillgeschichte (München)
Sa Feb 25, 2017 @09:00 - 18:00
Stillfortbildungstag Füssen